My Journey Around The World

Bergen


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  • Allgemeines und Ankunft
  • Floibahn
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Allgemeines und Ankunft

Bergen ist eine Stadt, die man sofort mag: bunte Holzhäuser, frische Seeluft und ein Hafen, über dem das Licht schimmert, umgeben von einer eindrucksvollen Berglandschaft. Die „Stadt zwischen den sieben Bergen“ verbindet Natur, Kultur und Kulinarik auf eine ganz eigene, einladende Weise. Rund 290.000 Menschen leben hier, direkt am Zugang zu den berühmten Fjorden. Gegründet im 11. Jahrhundert, war Bergen einst ein bedeutendes Handelszentrum der Hanse und lange ein wichtiges Tor zwischen Norwegen und Europa. Die Umgebung ist geprägt von Meer, Bergen und ständig wechselndem Licht. Besonders schön zeigt sich die Stadt von oben oder vom Wasser aus. Gesprochen wird Norwegisch, mit Englisch kommt man aber problemlos zurecht. Kunst, Musik und modernes Design sind überall präsent, von kleinen Galerien bis zur lebendigen Szene. Auch das Wetter gehört dazu: oft wechselhaft, oft regnerisch. Doch genau das macht den besonderen Reiz aus, Bergen wirkt lebendig und verändert sich ständig aufs Neue.

      

Um 5 Uhr schaue ich kurz aus dem Fenster. Noch ist nichts von Norwegen zu sehen. Eine Stunde später zuckeln aber schon die ersten kleinen Ortschaften an uns vorbei. Es ist aber alles sehr flach und erinnert mich an den Rhein, oder die Niederlande. Später wollen wir noch die Durchfahrt unter der Stadtbrücke von Bergen beobachten, da diese nur 3 Meter höher als unsere AIDANova ist. Leider verschlafen wir dieses Highlight und schauen erst aus dem Fenster, als wir circa 300 Meter hinter der Brücke sind. Na toll. Aber vielleicht haben wir heute Abend nochmal die Chance. 


Das Einlaufen geht dann sehr schnell und wir können erste Eindrücke von Bergen gewinnen. Hier ist alles sehr grün und erinnert mich an Österreich. 

Floibahn

Die Fløibanen gehört zu den bekanntesten Attraktionen in Bergen und verbindet seit 1918 das Stadtzentrum mit dem Aussichtspunkt auf dem Mount Fløyen. Die Standseilbahn überwindet auf rund 850 Metern Strecke etwa 300 Höhenmeter und bietet während der Fahrt spektakuläre Ausblicke auf die bunten Holzhäuser, den Hafen und die umliegenden Fjorde.


Wir machen uns fertig und gehen zum Frühstück ins Marktrestaurant. Während unser Kapitän seine 10 minütige Morgenandacht hält und uns einiges zu Bergen erzählt, machen wir uns auf den Weg zur Gangway auf Deck 3. Draußen angekommen staunen wir nicht schlecht. Es ist zwar kühl, aber die Sonne ist draußen. Das freut uns sehr, angesichts der gemeldeten 18L/m2. Unser erstes Ziel soll die Floibanen sein (ab jetzt nenne ich sie aber auf Deutsch). Weil wahrscheinlich mindestens 7 AIDA Ausflüge und die restlichen Menschen auch auf dem Weg dorthin sind, beeilen wir uns, um so vielen Menschen wie möglich zuvor zu kommen. Die ca. 1.3 Kilometer sind schnell überwunden und schon stehen wir vor dem Eingang der Floibahn. Wir haben uns schon vorab ein Onlineticket gekauft, was auch bitternötig war, denn vor dem Tickethäußchen tummeln sich einige Leute. Hinzu kommt die eigentliche Schlange für die Bahn. Heute scheinen wir aber Glück zu haben, denn die Ausflugsgruppen sind noch nicht da, so dass wir nur etwa 10 Minuten warten müssen. 

Die Fahrt führt uns sehr rasant nach oben. Zunächst geht es durch einen Tunnel und später hat man eine wundervolle Aussicht auf Bergen. Nach circa 2 Minuten ist der ganze Spaß aber schon vorbei. Die circa 9 Euro haben sich aber absolut gelohnt. 


Direkt am Ausgang der Bahn gibt es einen großen Aussichtspunkt, von dem aus man  über ganz Bergen schauen kann. Unsere AIDANova ist von hier besonders schön zu erkennen. Wir machen einige Bilder und machen uns dann auf den Weg zu einem nahegelegenen See. Auf dem Weg dorthin begegnet uns der erste Troll. Diese sind hier heimisch und wenn man behutsam ihre Nase reibt, soll man einer Legende nach, Glück bekommen. Das habe ich natürlich direkt probiert. Alleine der Weg dorthin ist schon malerisch und mystisch. Überall wächst Moos und die Bäume sind knorrig und riesig. Wo eben noch eine unmenge Leute war, gehen wir hier fast alleine. Hier und da kommt uns mal ein Mensch entgegen. Ansonsten teilen wir uns die Natur mit unzähligen Vögeln. 


Auf dem See sind einige Kanufahrer und Enten unterwegs. Wo eben noch Österreichfeeling angesagt war, fühle ich mich jetzt wie in Kanada. Wir umrunden den See, an dem einige Bänke stehen. Hier oben ist es jetzt schon deutlich frischer, weshalb ich mich für die mitgebrachte Mütze entscheide. 

Heute Nacht hat es hier wohl heftig geregnet, denn alles ist nass und rutschig. Aber ohne wäre es auch komisch gewesen, denn Bergen ist die regenreichste Stadt Norwegens. 


Wir laufen über Holzstege und weiches Moos zum nächsten Aussichtspunkt. Hier pfeifft ordentlich der Wind, aber wir setzen uns trotzdem auf eine Bank und genießen die Aussicht. 


Den Rückweg zur Bahnstation gehen wir fast alleine. Als wir fast angekommen sind, finden wir aber doch noch eine kleine Überraschung vor. Denn hier leben Ziegen, die sich frei bewegen können. Vorbei an der Station nehmen wir den ca. 3,3Km langen Fußweg ins Tal. Die Entscheidung war genau die Richtige, denn immer wieder entdecken wir verwunschene Plätze und kleine Ecken, die die Natur ganz besonders machen. 


Bryggen

Wir kommen immer weiter in die Stadt und gelangen schließlich nach Bryggen.


Bryggen, das historische Hanseviertel, gehört seit 1979 zum UNESCO‑Welterbe und erzählt Geschichten von Handel, Seefahrt und rauem Küstenleben.


Die bunten Häuser haben es mir wirklich angetan. Hier befinden sich zahlreiche Boutiquen, Bäckereien und Souvenirgeschäfte. Auch ein Weihnachtsladen ist hier. Über schiefe Treppenstufen gelangt man dorthin. Wir halten uns hier länger auf, denn ich kann natürlich nicht ohne Weihnachtseinkäufe nach Hause kommen. Was soll denn meine Familie dazu sagen. 


An der Bäckerei kann ich natürlich auch nicht vorbei gehen, ohne eine Zimtschnecke zu probieren. Die sind hier nämlich sehr berühmt. Die Bäckerei ist urgemütlich und hat in jeder noch so kleinen Ecke Sitzbereiche eingerichtet. Wir sitzen am Fenster und schauen dem Regen zu, der mittlerweile eingesetzt hat. Leider sollte sich dieser auch noch einige Stunden halten und genau dann aufhören, wenn wir das Zimmer betreten. Naja, ist wie es ist. 


Auf dem Rückweg besuchen wir noch kurz ein Einkaufszentrum, um meiner Familie, und natürlich mir, Schokolade zu besorgen. Diese soll richtig gut schmecken. Ich bin gespannt und werde berichten. 


Jetzt tut mir alles weh. Wir gehen noch schnell etwas essen und schauen gleich das Auslaufen von unserem Balkon.