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Anreise nach Mallorca


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Anreise

Um 4 Uhr werde ich wach. Okay, für die 15 Minuten lohnt sich jetzt einschlafen wirklich nicht mehr. Immerhin habe ich geschlafen. Beim letzten Mal war das eher eine Katastrophe. Aber letztes Mal ist letztes Mal. 


Schnell ist alles gepackt und kontrolliert. Auf der Autobahn ist nicht viel los, und mal abgesehen vom zwischenzeitlich aufziehenden Nebel ist das Wetter für Dezember Verhältnisse recht gut. 


Auch im Parkhaus ist nicht viel los, weshalb wir bereits auf Ebene 2 einen Parkplatz finden. Der Shuttlebus wartet zum Glück schon, was wirklich gut ist, denn es ist doch recht kühl. Vorbei am Vorfeld geht es immer weiter zum Terminal 1. 


Hier sind die Koffer schnell abgegeben, Snacks eingekauft und der Weg zum Sicherheitsbereich angetreten. 

Draußen ist es immer noch dunkel, als wir am Gate ankommen. Hier ist zum Glück noch nicht viel los und es herrscht eine friedliche Stille. Außer einem älteren Ehepaar, dass versucht die Kamera ihres Handys zu verstehen, sitzen nur drei weitere Menschen mit am Gate. Das soll sich aber schnell ändern. Leider. 

 

Überall sitzen hustende und schniefende Menschen auf den Stühlen. Das kann ja heiter werden. Aber pünktlich um 08:10 Uhr, also eine Stunde später, geht es los mit dem Boarding. 

Der Flug vergeht schnell. Während unter uns Wolkenberge die schneebedeckten Alpen und das Mittelmeer vorbeiziehen, schauen wir im Bordportal den "Grand Prix of Europe" an, den ich im Kino leider verpasst habe. Als Europapark Fan ist das natürlich ein absolutes Muss. Leider sind wir damit nicht ganz fertig geworden. Naja, vielleicht beim nächsten Mal. 

 

Wir sind nicht zum ersten Mal in Palmas Flughafen, weshalb wir uns schon auf ewig lange Gänge und minutenlanges Gehen eingestellt haben. Hintenraus ist man aber doch immer wieder beeindruckt, wie groß dieses Gebäude ist. Und dank umfangreicher Renovierungsmaßnahmen ein riesiges Labyrinth. 

Immer, wenn man Zeit totschlagen möchte, klappt alle ganz reibungslos. So auch in unserem Fall. Es dauert keine 5 Minuten, und die Koffer tuckern gemütlich auf dem Kofferband an uns vorbei. Wir gehen zur Bushaltestelle und der Bus wartet schon auf uns. An Haltestelle 2 kommt der Bus pünktlich, obwohl er dort immer mindestens 15 Minuten zu spät war. Es ist ein Graus. 

 

All diese glücklichen oder vielmehr unglücklichen Zufälle sorgen dafür, dass wir 1h15min zu früh am Hafen ankommen. Auch das gemütliche Schlendern zum Schiff bringt nichts. Wir müssen noch in der Ankunftshalle bis 14 Uhr geduldig warten, bis wir aufs Schiff dürfen. Regel ist Regel. 

Um viertel vor 2 hat die Anmeldedame dann doch Erbarmen mit uns und den anderen Wartenden und gewährt uns Einlass. Wir bekommen von einem super gut gelaunten Mitarbeiter unsere Bordkarten und düsen aufs Schiff. Es gibt nämlich nur noch bis halb 3 Uhr Essen. Wer hat denn das geplant. Das gibt Abzug in der B-Note. 

Frisch gestärkt erkunden wir dann das Schiff. Alles sehr verwinkelt, aber urgemütlich. Am Heck des Schiffs finden wir dann den Basketballplatz, auf dem wir eine kurze Runde spielen. Trefferquote 100... naja okay, es könnte auch viel weniger gewesen sein. Aber auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. 

 

Für mich ist aber jetzt endgültig eine Grenze erreicht, und ich möchte erstmal etwas schlafen. Leider lässt das unser Kapitän nicht zu und lässt ständig Durchsagen in der Kabine laufen. Och Mensch, wir waren doch schon zur Musterung. Auf dem Weg zur Kabine habe ich übrigens ein AIDA Entchen gefunden, das eine Passagierin versteckt hat. Ich habe mich ultra gefreut. 

 

Als ich dann wach werde, ist es schon dunkel geworden. 

Nach dem Abendessen erkunden wir weiter das Schiff und machen es uns auf der Kabine gemütlich. Ich bin tot müde und möchte eigentlich nur schlafen, aber das Auslaufen ist erst in über einer Stunde. Kurz darauf kommt aber die erlösende Nachricht. Es fehlen noch einige Passagiere, weshalb sich das Auslaufen um mindestens eine Stunde (auf 23 Uhr) verschieben wird und wir dann still auslaufen werden. Des weiteren muss die neue AIDALuna erst neu kalibriert werden, weshalb wir noch einige Stunden vor Palma auf und ab fahren werden, in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Das Ende vom Lied war dann, dass wir erst nach 1 Uhr ablegen konnten, und als ich gegen 6 Uhr aus dem Fenster geschaut habe, noch immer Palma in Sicht war. 

 

Am folgenden Seetag mussten wir dann die verlorenen Stunden wieder reinholen, weshalb wir mit Vollgas durchs Mittelmeer gedüst sind. Immer wieder konnten wir Land sehen, wie zum Beispiel Ibiza und Formentera. Wir waren auf dem Schiff unterwegs und haben in der Lounge mit Panoramafenstern die Aussicht genossen. Auch der Sport durfte natürlich nicht fehlen, wobei alles voll von Sportmausis war, was mich immer etwas unsicher macht. Später haben wir die Aussicht auf unserem Balkon genossen. Natürlich dick eingepackt.