My Journey Around The World

Malaga (Spanien)


Register

 

  • Allgemeines
  • Mercado de Atarazanas
  • Weihnachtsmarkt
  • Festung Alcazabar

Allgemeines

Málaga ist die Geburtsstadt Picassos, eine der ältesten Städte der Welt (gegründet von Phöniziern), berühmt für ihre Alcazaba-Festung und als "Stadt der Museen" (über 30) mit dem Picasso-Museum. Einzigartig sind die Biznagas (Jasminblüten-Sträuße), der Spitzname „La Manquita“ für die einarmige Kathedrale und die „Brücke der Deutschen“ (Puente de los Alemanes), ein Dank für deutsche Hilfe nach einer Flutkatastrophe. Die Stadt bietet auch tolle Strände, viel Sonne (300 Tage/Jahr) und eine reiche kulinarische Szene mit viel frischem Fisch.

 

Der AIDA-Shuttlebus kostet 10 Euro (Stand 2025). Man kann aber auch ganz entspannt in die Stadt laufen (2,5km) oder die Öffis nehmen. Man kann Einzelfahrscheine lösen oder in vielen Kiosken oder Tabakläden eine Mehrfachkarte kaufen und sich dort 10, 20 oder 30 Fahren aufbuchen. Diese kann man dann auch mit mehreren Personen nutzen. 

Mercado de Atarazanas

Eigentlich wollten wir heute zum Botanischen Garten fahren, und eigentlich wollten wir laufen und dann mit den Öffi fahren. Ja, wenn das Wörtchen eigentlich nicht wäre. Wir sind noch so platt von gestern, da fällt die Entscheidung nicht schwer, die einstündige Fahrt zum Botanischen Garten zu lassen und lieber nur in die Stadt zu gehen. Und da wir für den AIDA-Shuttle nur rund 5 Euro pro Person mehr zahlen, dafür aber nur einen Bruchteil laufen müssen, entscheiden wir uns auch gegen die Öffis.

Als ich die Vorhänge gegen 6 Uhr vorsichtlich zur Seite schiebe, sehe ich, dass wir grade dabei sind, in den Hafen einzulaufen. Es ist aber sowieso noch dunkel, weshalb ich nicht viel sehe. 
Also noch was aufs Ohr gehauen und Kräfte gesammelt. Gegen halb 9 Uhr stehen wir dann entgültig auf und können jetzt auch Malaga und seinen Hafen in seiner ganzen Pracht bewundern. 

Nach einem schnellen Frühstück im Marktrestaurant geht es für uns in Richtung Shuttlebus. Wir haben offenbar den Bus mit den völlig überforderten Rentnern erwischt. Hätten sie mal besser einen Ausflug über AIDA gebucht. 

 

Die 10 minütige Fahrt geht die ganze Zeit an der Hafenpromenade entlang und endet auf einem zentral gelegenen Platz unweit des Weihnachtsmarktes und der Innenstadt. 

 

Von hier laufen wir circa 800 Meter durch die weihnachtlich geschmückte Fußgängerzone zum Zentralmarkt der Stadt.

Der Atarazanas-Markt steht auf dem Gelände alter Werften aus dem 14. Jahrhundert. Damals gehörte Málaga zu Al-Andalus. Nach der Eroberung der Stadt durch die Christen wurde das Gelände anders genutzt: als Lagerhaus, Waffenlager, Militärkrankenhaus und Kaserne. Im Jahr 1870 wurde der alte Markt abgerissen, um neue Arbeitsplätze für arme Menschen zu schaffen.

 

Märkte solcher Art haben wir schon oft gesehen. Diesen würde ich in der Mitte verordnen. Also 3 von 5 Rabensocken. Es gibt 3 Hallen. Eine Fleischalle, eine Fischhalle und eine Halle, in der es Obst, Gemüse und Smoothies gibt. Wir schlendern durch die Gassen, sind aber nach 5 Minuten wieder draußen. Von hier geht es weiter durch die Stadt mit seinen bunten Häusern, vielen Geschäften und noch mehr Tauben. Was aber wirklich auffällt, ist, dass die Stadt sehr gepflegt und sauber wirkt. 

Weihnachtsmarkt

Wir kommen am Mariot Hotel vorbei, in dessen Lobby eine tolle Weihnachtsstadt dekoriert ist. Wir dürfen ein Bild machen, auch wenn uns der Security-Mann genau beobachtet. 

 

Angekommen am Weihnachtsmarkt bin ich doch etwas verwundert. Weihnachtsmärkte in Spanien sind eine wilde Mischung aus Churrobuden, Buden, die billiges Spielzeug wie auf der Kirmes verkaufen, und Krippenbuden. Ja, ihr habt richtig gehört. Krippenbuden. Die Spanier lieben ihre Krippen und haben oft nicht nur einen Stall, sondern bauen oft ein ganzes Dorf mit allem, was dazu gehört, drumherum. Das trifft sich ganz gut, denn meine Eltern sind nochmal next Level, was solche Krippen angeht, weshalb ich einige Teile Obst und Brot kaufe. 

 

Ansonsten bin ich eher enttäuscht von diese Art Markt. Mit Weihnachtsmarkt, wie wir ihn kennen, hat das wirklich nichts zu tun. 

 

Aber das macht gar nichts, denn wir haben den Weg gut genutzt und stehen jetzt am Eingang der Festung Alcazabar.

Alcazabar

Die Alcazaba in Málaga ist eine alte Festung auf einem Hügel über der Stadt. Sie wurde schon sehr früh genutzt, zuerst von alten Zivilisationen wie den Phöniziern und später von den Römern. Später bauten muslimische Herrscher die Festung weiter aus und machten sie zu einem Palast und Regierungssitz. In der Zeit der Nasriden (einer muslimischen Dynastie) war Málaga eine wichtige und große Stadt. Nach der christlichen Eroberung verlor die Alcazaba diese Rolle und wurde später teilweise anders genutzt. Heute ist sie ein historisches Bauwerk, das restauriert und erhalten wird. 

 

Zur Festung gibt es zwei Eingänge. Einen durch einen Tunnel mit Aufzug und den anderen steil den Berg rauf. Gut, dass wir vor dem Eingang mit Aufzug stehen. Dieser bringt uns ganz entspannt mitten in die Festung. Genauer gesagt purzeln wir mitten in den Orangenhof. Ob dieser jetzt so heißt, weil hier Orangenbäume wachsen, weiß ich nicht. Zum Glück gibt es einen Audioguide, den man sich aufs Handy laden kann. So erfahren wir ganz leicht und unkompliziert, was es mit diesem Fleckchen Erde auf sich hatte. 

Weiter geht es in einen Pavillion, der eher ein Turm ist und von dem es früher wohl 2 gab. Leider ist nur noch Einer erhalten geblieben. Hübsche Rundbögen verzieren die Türen und Tore, und sogar für Edgar und Socke gibt es eine kleine Niesche. 

 

Die vielen Fenster laden zum verweilen ein, denn die Aussicht über Malaga und den Hafen ist einfach atemberaubend.

Wir schauen uns den wunderschönen Innenhof mit seinem zentralen Brunnen und die toll verzierten Decken im Inneren der Festung an. Die Luft hier oben ist sehr frisch und der Blick über die hintere Stadt besonders, weshalb wir hier eine kleine Rast einlegen und die Stille genießen. 

 

Von hier geht es immer weiter bergab, vorbei an weiteren kleinen Gärten, Orangenbäumchen und einem kleinen Bach, der mitten auf dem Weg fließt. 

 

Der Pfad führt uns zu einem Aussichtspunkt und durch viele Tore immer weiter hinab, bis wir am Eingang bzw. Ausgang in der Stadt ankommen. Hier schauen wir uns noch das römische Theater an und gehen dann zurück aufs Schiff

Auf dem  Schiff waren wir dann noch etwas an Deck und haben die Sonne genossen, ehe ich auf die Kabine gegangen bin und dort Videochat mit meiner Familie gemacht habe. Das Resultat sieht man ja auf dem Foto ganz gut. Oder waren sie nur schüchtern? Oder vielleicht beschäftigt? Vielleicht sind sie auch Spione und dürfen sich nicht zeigen. Egal was es war, es war schön. 

 

Abends das Auslaufen war wie immer richtig toll und wurde von einem Sonnenuntergang und viele Möwen begleitet.