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Der Urlaub beginnt so turbulent, wie die Arbeitswoche geendet hat. Der Wecker sollte eigentlich um 01:45 Uhr klingeln, aber irgendwie war mir Schlaf nicht vergönnt, und ich habe, nach Ewigkeiten des Herumwälzens, um halb eins entschieden, wach zu bleiben.
Schnell ist alles gepackt, und die wilde Fahrt kann losgehen. Wild trifft es hier auch ganz gut. Denn wir haben einen Rucksack vergessen, weshalb wir nochmal 10 Minuten zurückfahren müssen. Zu allem Überfluss steht in Bewertungen, dass die Shuttlebusse zum Terminal manchmal unzuverlässig sind, weshalb ich in Überschallgeschwindigkeit über die Autobahn düse, und Andi am Terminal rausschmeiße, um dann alleine zum Holidayparking weiterzufahren. Der Shuttlebus wartet schon auf mich und fährt sogar pünktlich los.
Am Terminal wartet Andi schon auf mich, und wir kommen ohne Wartezeit durch die Sicherheitskontrolle, um dann nur am Klo anzustehen.
Lange müssen wir aber nicht warten, und schon sitzen wir im Flieger. Wir hatten im Vorfeld etwas Sitzplatztrouble, weshalb ich ganz froh bin, dass wir noch 2 Gangplätze an den Notausgängen ergattern konnten. So haben wir jede Menge Platz. Die meisten Passagiere schlafen, weshalb es wunderbar ruhig ist. Auch ich gönne mir eine Stunde Schlaf, was angesichts der letzten Nacht echt nötig war. Der Flug geht super schnell vorbei und wir landen, was gar nicht so oft vorkommt, über das Meer und können so den Hafen und das Schiff zum 1x sehen.
Unsere Koffer warten auch schon auf uns, als wir den langen Weg durch den Flughafen gemeistert haben. Der Bus ist super schnell voll, weshalb wir nicht lange warten müssen. Es läuft. Mit einer Buskaravane von insgesamt 10 Bussen, geht es los. Auf geht's, ab geht's zur AIDAcosma.
Circa 20 Minuten fahren wir in Richtung Hafen. Bäume und Gebirge wechseln sich hier ab, ehe wir immer öfter das Meer sehen. Eine letzte Kurve, und vor uns liegt der Hafen von Palma. Einige RoRo-Fähren, Yachten, Segelboote und Kreuzfahrtschiffe liegen hier. Aber die Cosma überragt sie alle.
Leider hat es einen Unfall gegeben, weshalb sich beide Fahrtrichtungen, 1 Spur teilen müssen. Aber alles ist gut geregelt, so dass wir keine viertel Stunde warten müssen. Und endlich sind wir da.
Unsere Bordkarten sind schnell besorgt, weshalb wir, zusammen mit 90% der anderen Ankommenden, erstmal das Marktrestaurant ansteuern, um ein ausgiebiges Frühstück zu genießen. Oh mein Gott, wie sehr habe ich das vermisst. Ich liebe es einfach zu 1000%. Überall stehen Koffer herum, aber das tut der Atmosphäre und der Gemütlichkeit keinen Abbruch.
Noch ist unser Zimmer nicht fertig, weshalb wir uns ein schattigen Plätzchen an Deck suchen und uns etwas ausruhen. Auch hier dösen ich etwas.
Andi geht gegen 13 Uhr nachschauen, ob unsere Kabine schon fertig ist, und wir haben Glück. Gemütlich eingerichtet, super sauber und mit beiden Koffern vor der Türe.
Schnell haben wir uns frisch gemacht. Ich bin mittlerweile seit ca. 36 Stunden wach und wollte mich noch etwas hinlegen. Aber der Drang, Mallorca nicht zu verschwenden überwiegt, und wir machen uns auf den 700 Meter langen Weg zur Bushaltestelle.
Unser Bus hält an einem kleinen, aber sehr schönen Garten mit Springbrunnen. Er liegt im Schatten der riesigen Kathedrale. Durch kleine Gässchen, mit Boutiquen und Ateliers, geht es immer weiter in die Innenstadt, ehe wir eine andere Bushaltestelle erreichen und zurück zum Schiff fahren. Inzwischen habe ich mir eine Blase gelaufen weshalb der Rückweg, zurück zum Schiff, wirklich zur Tortour wird.
Die Abendstunden fliegen nur so an uns vorbei. Wir machen die Sicherheitsübung, die Edgar und Socke mit Bravour meistern, und nach dem Abendessen sitzen wir pünktlich auf dem Balkon, um beim Auslaufen zuzusehen. Als dann nichts passiert, stellen wir fest, dass wir eine Stunde zu früh dran sind. Na super.
1 Stunde später geht's dann wirklich los. Ein wunderschönes Auslaufen erwartet uns, und wir liefern uns ein Winkkonzert mit der Msc Virtuosa. Am nächsten Tag erklärt uns der Kapitän, dass die Lotsen ausversehen alle Leinen losgemacht und dann Feierabend gemacht hätten, obwohl noch eine Fähre kommen sollte. Der Kapitän musste also Schub geben und uns so manuell an die Kaimauer drücken. Die Fähre musste dann einen Bogen um uns fahren, sonst wäre sie von unseren starken Motoren ebenfalls weggedrückt worden.
juleundsocke_auf_reisen
juleschwabphotography
