My Journey Around The World

Gran Canaria


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  • Ankunft
  • GRA10 (Ein halber Tag in den Dünen von Maspalomas)
  • Aquarium

Ankunft

Da wir schon mehrfach auf Gran Canaria wahren, haben wir uns heute für das Entspannungsprogramm entschieden. Okay, wer uns kennt, weiß, dass hintenraus trotzdem wieder gerannt und entdeckt wird. Aber von vorne. Wir sind ja eher Sparfüchse und überlegen uns vorher gut, ob wir einen Ausflug über AIDA buchen oder nicht, aber dieser hier war preiswert, und beim letzten Mal hat es uns hier doch ganz gut gefallen. 


Gran Canaria ist eine spanische Insel im Atlantik vor Afrika und wird „Miniaturkontinent“ genannt, weil sie auf kleiner Fläche sehr unterschiedliche Landschaften hat. Die Insel war schon vor der spanischen Eroberung 1478 von den Guanchen bewohnt und wurde später ein wichtiger Handelsstützpunkt. Heute leben etwa 850.000 Menschen dort, die Hauptstadt ist Las Palmas. Ein Funfact ist, dass die Insel mehr Klimazonen hat als manche ganze Länder und man theoretisch morgens am Strand liegen und nachmittags im Gebirge wandern kann. Außerdem stammen die Kanarienvögel ursprünglich von den Kanarischen Inseln, daher ihr Name. Ein weiterer Funfact: Gran Canaria hat das ganze Jahr über Temperaturen um die 20–25 Grad und gilt deshalb als einer der Orte mit dem angenehmsten Klima der Welt.

GRA10 (Ein halber Tag in den Dünen von Maspalomas)

Wir fahren für einen halben Tag in die Dünen von Maspalomas. GRA10 ist übrigens die Ausflugsnummer. Es hätte auch noch einen ganzen Tag gegeben, aber das war uns dann doch zu lang. Morgens um 08:45 Uhr geht der Ausflug los. Vorher frühstücken wir noch gemütlich im Marktrestaurant, ehe wir vom Schiff gehen und im Bus platz nehmen. 

 

Die Fahrt soll ungefähr 50 Minuten dauern und uns vorbei am Flughafen und vielen Orten führen, an denen wir schon waren. Inklusive einem Einkaufszentrum, was immernoch offen ist, aber so alt und ranzig, dass es auch ein Lost Place hätte sein können. 

 

Pünktlich biegen wir in Maspalomas ein und stehen am Naturschutzgebiet. Hier können wir schon einige Vögel entdecken, die es sich hier gutgehen lassen. Was uns nicht klar war, war, dass unser für 4 Stunden angesetzter Ausflug mit Anfahrt ist, weshalb wir hier nur noch 3 Stunden zur Verfügung haben. Aber davon lassen wir uns nicht unterkriegen und düsen direkt los. 

 

Zuerst geht es für uns entlang der Promenade. Wir bummeln durch das eine oder andere Geschäft, schauen den Surfern und den hohen Wellen zu und besuchen ein Einkaufszentrum, in dem wir leider eine weniger schöne Erfahrung machen. Manche Menschen sind einfach verbittert. Mehr möchte ich jetzt hier nicht dazu sagen, denn wir lassen uns den Tag auch nicht durch so etwas versauen. In einem Shop finden wir dann noch besondere Postkarten, die ich natürlich direkt für meine Familie mitnehmen muss. 

5 von 5 Rabensocken. Die Dünen von Maspalomas sind eines der bekanntesten Naturwunder der Insel und sehen aus wie eine echte Wüste direkt am Meer. Die Dünen bewegen sich ständig, weil der Wind den Sand immer wieder neu formt. Außerdem stammen viele Sandkörner ursprünglich aus der Sahara und wurden über Tausende von Jahren durch Wind und Meeresströmungen hierher transportiert. Manche Filmszenen wurden hier gedreht, weil die Landschaft so „un-europäisch“ wirkt.

 

Und genau zu diesen Dünen sind wir jetzt auf dem Weg. Hier laufen viele Verkäufer rum und preisen Getränke, Tücher oder Massagen an. Wir haben noch circa 45 Minuten Zeit, weshalb wir uns ein Plätzchen abseits der Touristenmassen suchen und dort unsere Picknickdecke aufschlagen. Während Andi sein Bad in der Sonne genießt, mache ich es mir wieder unter meinem Regenschirm gemütlich. Ich schaffe es, etwas in meinem Reiseblog weiterzuschreiben, aber irgendwann fallen mir die Augen zu, und ich döse einige Minuten. Doch auch der schönste Ausflug ist irgendwann zu Ende. Mein Wecker klingelt, und wir machen uns auf den Rückweg zum Bus. Wir wollen ja nicht zu spät kommen. Später verrät uns die Reiseleiterin auch, dass die meisten Tourguides und Busfahrer deutsche Gruppen bevorzugen und das man bei eben Diesen, die Abfahrtszeit sagen kann, weil immer alle pünktlich da sein. Bei anderen Gruppen würde sie 30 Minuten Puffer einplanen und trotzdem würde die Hälfte fehlen. 

 

Über die Schnellstraße geht es dann zurück nach Las Palmas und aufs Schiff, wo wir schnell was essen und uns direkt wieder los machen, denn das nächste Highlight wartet auf uns. 

Aquarium

5 von 5 Rabensocken. Das Poema del Mar Aquarium in Las Palmas de Gran Canaria ist eines der modernsten Aquarien Europas und wurde 2017 eröffnet. Es beherbergt tausende Meerestiere aus aller Welt, darunter Haie, Rochen und Quallen. Ein besonderes Highlight ist eines der größten gebogenen Aquarium Fenster der Welt, durch das man riesige Ozeanbecken beobachten kann. Das Aquarium legt großen Wert auf Artenschutz und Umweltbildung und zeigt verschiedene Lebensräume wie Ozeane, Dschungel und Korallenriffe.

 

Das hier wird unser 3 Besuch werden, weshalb wir schon wissen, was uns erwarten wird. Aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Heute ist auch gar nicht so viel los wie die letzten Male, aber manchmal reichen ja auch schon wenige Menschen, die sich wie die Axt im Walde benehmen, um Stress zu verursachen. In diese Falle ein Mann, der mit seinen Kindern so laut rumbrüllt und diese immer weiter anstachelt, dass man gar keine Ruhe findet, die Fische zu beobachten. Versteht mich nicht falsch. Kinder sollen toben und die Welt entdecken aber nur, wenn die Umgebung passend ist. Und ich denke, dass ein großes Aquarium, wo ruhige Musik läuft und gemütliche Sessel zum verweilen einladen, nicht der richtige Ort für Schreierei ist. Naja, auch hier lassen wir uns nicht unterkriegen. 

Die Becken sind riesig und allesamt sauber und artgerecht. Am besten finde ich die knapp 3 Meter großen Rochen, die zusammen mit Haien, Schildkröten und kleineren Tieren in einem riesigen Aquarium unterwegs sind. Wir halten uns knapp 2 Stunden hier auf und genießen die Ruhe, die von den Fischen ausgeht, ehe es zurück zum Schiff geht. 

 

Auf dem Rückweg besuchen wir die nahegelegene Mall. Hier wimmelt es nur so von AIDA-Gästen, die shoppen gehen oder kleinere Einkäufe tätigen. Wir besorgen noch schnell Souvenirs und etwas zu trinken und gehen zurück aufs Schiff. 

Nach dem Essen sind wir gemütlich auf unserer Kabine und lauschen den klassischen Klängen des aktuell stattfindenden Musikfestivals der Kanaren. Das Publikum feiert den Chor wie Rockstars, was ich persönlich ziemlich cool finde. Also das feiern, nicht die klassische Musik. Plötzlich knallt es ziemlich laut, und ich vermute zunächst eine Explosion, aber es ist nur ein kleines, aber feines Feuerwerk. Das Auslaufen schauen wir uns natürlich gemeinsam eingekuschelt auf dem Balkon an, während wir eben  dieses Auslaufen als sächsischen Podcast unserer neuen Kabinennachbarn erzählt bekommen.