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Um 5 Uhr schaue ich kurz aus dem Fenster und sehe, dass wir grade in den Hafen einlaufen. Leise lege ich mich wieder hin und mache noch bis halb 9 Uhr ein Nickerchen. Als ich dann die Vorhänge zur Seite ziehe, strahlt mir die Sonne schon entgegen. Wir gehen ins Marktrestaurant, um gemütlich zu frühstücken.
Draußen warten schon zig Shuttlebusse auf die Mitreisenden und natürlich uns. Die 12 Euro pro Person gönnen wir uns, denn der Weg in die Stadt ist schon wirklich weit. Außer uns liegen noch 4 weitere Schiffe im Hafen, weshalb man schon erklären kann, wieso am Haltepunkt die Hölle los ist. Die Schlangen an den Hoho-Bussen sind endlos. Zum Glück haben wir dieses Programm schon hinter uns, weshalb wir an der Schlange vorbeigehen können und uns auf den Weg ins Aquarium machen.
Das Aquarium Barcelona ist ein Meerwasseraquarium im alten Hafen von Barcelona in Katalonien. Es hat über 35 Becken, die insgesamt rund 6 Millionen Liter Meerwasser enthalten. Es leben mehr als 11.000 Tiere hier die ca. 450 Tierarten angehören.
4 von 5 Rabensocken. Wir betreten das Aquarium und laufen erstmal einen Steg hinab. Unter dem Steg ist eine Leinwand installiert, auf dem man Wasser rauschen sieht, so als ob man am Strand steht. Wer hier noch steht, sind Fotografen, die unbedingt ein Foto von einem vor einem hässlichen Plastikgedöns machen möchten. Wir lehnen aber dankend ab, was im Nachhinein betrachtet eine gute Idee war. Denn als wir an dem Stand vorbei kommen, wo man für 10 Euro ein Bild kaufen kann, sehen wir, dass diese total Überbelichtet sind. Also alles richtig gemacht.
Bevor es richtig los geht, möchte ich ein paar persönliche Worte zum Aquarium loswerden. Was ich hier sehr angenehm empfand, war, dass vor allen Becken eine Stange war, die für Abstand zwischen Menschen und Scheibe gesorgt hat. So konnten alle entspannt schauen, keiner stand im weg, und niemand hat gegen die Scheibe gehämmert. Im Aquarium war es auch verhältnismäßig ruhig. Niemand hat geschrien, oder rumkrawallt. Wirklich angenehm. Die Becken waren schön groß und allesamt wirklich sauber. Auch die Rundwegregelung war sehr angenehm.
Wir bestaunen die verschiedenen Fische und schauen ihnen eine Weile zu, denn das bringt mich immer runter und entspannt mich. Die Fische werden immer größer, und schließlich gelangen wir zu einem riesigen Becken, in dem Haie schwimmen. Hier führen zwei Tunnel durch das Aquarium. Normalerweise gibt es hier eine Rolltreppe, damit sich niemand zu lange im Tunnel aufhält, aber heute ist nicht viel los, und deshalb können wir uns so lange hier aufhalten, wie wir möchten.
Wir kommen in einen großen Kinoraum, in dem wir virtuell in die Tiefsee abtauchen. Etwas laut und hektisch, weil versucht wurde, 4 Sprachen abzudecken, aber trotzdem sehr interessant. Im Obergeschoss erwarten uns dann noch Pinguine und eine Ausstellung über die Meeresforschung. Auch ein riesiger Wal ist hier zu finden, in den man reingehen und dort die Monster der Tiefsee entdecken kann.
Wir haben hier ca. 2 Stunden verbracht und würden jederzeit wieder hierher zurück kommen.
5 von 5 Rabensocken. Was ich in Barcelona wirklich toll finde, sind die ganzen kleinen Gässchen mit kleinen verrückten Boutiquen und vielen, vielen Pflanzen. Wo man aber wirklich aufpassen muss, ist die Kriminalität. Wir wurden auf dem Schiff eindrücklich davor gewarnt, dass hier viele Betrüger und Taschendiebe unterwegs sind. Unser Rucksack war deshalb immer mit dem Regenschutz verschlossen. Wir bummeln durch die verschiedenen Geschäfte und schauen uns Weihnachtsgläser, Native American Kleidung und Schuhe an, ehe wir auf die Rambla stoßen. Im Vergleich zum letzten Mal ist hier die Hölle los. Aktuell ist auch Mittagszeit, weshalb es im Mercat de la Bouqueria brechendvoll ist.
Nach einem kurzen Bummel über den Markt laufen wir weiter die Rambla entlang. Als wir eine Primark Filiale in Sicht kommt, beschließen wir, einen kurzen Shoppingstop einzulegen. Viel finden wir nicht, aber für jeden ist etwas dabei. Es tut gut, nochmal einkaufen zu gehen, nachdem man mittlerweile alles online bestellt. Die Zeit drängt so langsam, weshalb wir uns auf den Heimweg zurück zum Shuttlebus machen.
Auf dem Schiff angekommen, gehen wir erstmal ins Fuego essen und machen es uns dann auf dem Balkon gemütlich, um von dort das Auslaufen zu beobachten. Containerhäfen sind zwar hässlich, aber in diesem Fall haben wir unseren Spaß, denn die Container werden mit automatischen Wägelchen transportiert, und das sieht super witzig aus wie diese überall auf dem Gelände herumdüsen.
15 Minuten später als geplant starten wir unsere Reise zurück nach Palma. Wir machen es uns gemütlich und beobachten die immer kleiner werdende Landschaft. Abends geht es zum Essen, und mit einem Tränchen im Auge verdrücke ich den Goodbye-Kuchen unserer Reise.
juleundsocke_auf_reisen
juleschwabphotography
