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Als ich die Vorhänge zur Seite schiebe, begrüßt mich ein wolkenverhangener Himmel. Laut krachend, laden Kräne schwere Container auf die Schiffe. Aufgrund heftiger Regenfälle in der Nacht und gemeldetem Regen am Tag, sind alle Ausflüge zur Cinque Terre abgesagt, da Murengefahr und somit keine Chance auf Heimkehr zum Schiff besteht. Nochmal haben wir da keine Lust drauf. Wir wären ohnehin nicht zur Cinque Terre gekommen, denn die Bahn in Italien streikt mal wieder, und nur alle 2 Stunden fährt mal ein Zug. Toll, Rom klappt dieses Mal alles, dafür haben wir jetzt hier Pech.
Aufgrund einer Demo für, oder gegen,... Irgendwas (mein Italienisch ist dann doch nicht so gut, um das herauszufinden), fahren die Busse nicht, und wir müssen 1 Stunde warten, ehe wir fahren können. Das ist aber nicht schlimm, denn auf einmal fängt es in Strömen an zu regnen und will einfach nicht aufhören.
Als wir dann am Bahnhof ankommen, ist der Himmel auch endlich leergeregnet und wir können unseren 1 Km langen Fußmarsch, in Richtung Castello San Giorgio beginnen.
Das Castello San Giorgio, benannt nach dem heiligen Georg, ist eine militärische Befestigungsanlage auf den Anhöhen der norditalienischen Stadt La Spezia. Die ursprüngliche Burganlage, die im Laufe der Jahrhunderte immer wieder restauriert wurde, wurde auf Veranlassen von Nicolò Fieschi im Jahre 1262 an der Stelle einer kleineren, bereits existierenden Festung erbaut. Mit diesem Erweiterungsbau sollte der Einfluss des Grafen über die Region gefestigt werden. 1273 wurde La Spezia jedoch von den Truppen der Republik Genua eingenommen, und das Castello wurde komplett zerstört. 1343 wurde die Burg wiederaufgebaut. Die Hauptinstandsetzungsmaßnahmen wurden 1970 angestrebt, aber letztendlich erst 1985 bis 1998 durchgeführt.
Heute befindet sich in der Burg die archäologische Sammlung des Museums „Ubaldo Formentini“, die zuvor in den ungenügenden Räumlichkeiten der Bibliothek „Mazzini“ am Corso Cavour ausgestellt war.
Strategisch günstig gelegen, steigen wir die ca. 300 Treppenstufen hinauf. An dieser Stelle habe ich auch schon einen Tipp für alle Interessierten:
Die Burg ist nicht behindertengerecht, und alle die schlecht zu Fuß sind, werden hier nicht glücklich werden. Viele Treppen und wirklich sehr steile Aufgänge.
Aber wir stehen an der Kasse an, und ein sehr netter Mitarbeiter, der übrigens sehr viele Sprachen spricht, übergibt uns unsere Tickets und einen Flyer, mit manchen Infos.
Nur Aussichtsplattform kostet 4 Euro pP und mit Museum 6 Euro pP. Ein Audioguide würde 2 Euro kosten, aber mit Hilfe des Flyers und Infokarten in jedem Raum, klappt das prima so.
Ausgestellt werden einige Totenkult Artefakte, Skulpturen und Fundstücke aus der Bronze- und Eisenzeit.
Die Aussichtsplattform besteht aus 2 Ebenen, von wo aus man über La Spezia, den Beginn der Cinque Terre, den Hafen und die angrenzenden Täler sehen kann.
Auf dem Rückweg durch die Stadt bummeln wir vorbei an alten, bunten Häusern und vielen Boutiquen. Am Hafen angekommen, begegnet uns dann noch ein kleiner Freund.
Den angefangenen Nachmittag lassen wir mit einem Kindercocktail im Pool ausklingen. Der MSC Magnifica haben wir dann auch noch Auf Wiedersehen gesagt.
juleundsocke_auf_reisen
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